Mein Treffen mit Marta -
Ein Erfahrungsbericht
Von: Daniel Moravee, Journalist und Moderator, Tschechischer Rundfunk Prag
Ich habe von Marta in den tschechischen Advaita - Internetseiten gelesen. Ihr Artikel über
das Erwachen hat mich sehr berührt und auch, dass sie auf tschechisch kommuniziert. Und so
habe ich ihr geschrieben. Wir schrieben uns viele Briefe voller Aufrichtigkeit und Offenheit.
So ist mit der Zeit eine Freundschaft entstanden und deswegen war ich sehr neugierig auf die
Begegnung mit Marta. Und so fuhr ich zu ihrem Treffen.
Wir fuhren zu dritt nach Zlin und trafen dort Menschen, die ich von anderen Seminaren
kannte. Am ersten Tag waren wir sechzehn Personen. Die bereitwilligen Zliner haben uns ein
schönes Treffen in einem angenehmen Raum, nahe des Stadtzentrums, ermöglicht.
Ich fuhr ohne jegliche Erwartungen zu diesem Treffen.
Und das Treffen war einfach MENSCHLICH WUNDERSCHÖN. Bereits bei der Umarmung
haben mich ihre Zerbrechlichkeit und ihre Zartheit verblüfft - Marta ist eine sehr schöne Frau -
und gleichzeitig sehr stark. Sehr, sehr stark.
Wir haben ihr geholfen, den Raum entsprechend zu gestalten; keine Nervosität und kein Chaos,
nur eine angenehme Ruhe, alles plätscherte so dahin... Und dann - vielleicht ist es nicht das richtige Wort, aber mir fällt kein anderes ein- fing das Programm an.
Anfangs haben wir Mantren gehört und gesungen. Mich
persönlich sprechen diese Sachen nicht besonders an, aber es war offensichtlich, dass viele
mit dieser Musik vertraut waren und sie genossen. Also warum nicht, und während ich die
Musik hörte, haben sich meine Gedanken beruhigt. Ich saß nur da, mit der Aufmerksamkeit
in dieser Stille und etwas sehr Zartes wehte den üblichen Lärm in meinem Kopf weg. Es war
unmöglich, sich dem nicht hinzugeben und dazu war es auch noch sehr angenehm. Und so
habe ich mich hingegeben :-) .
Marta schwieg eine Weile - ihr kennt das, wenn die Stille alles
übertönt- und dann hat sie über ihren Weg erzählt, ganz ruhig und entspannt.
Und jeden Moment sprudelte ein Lachen aus ihr heraus – sehr ansteckend – und manchmal wurde sie
ganz still, um wieder erneut zu erzählen. Sie schaute uns alle lächelnd aus dem Augenwinkel
heraus an, liebäugelte mit uns allen dort Sitzenden.
Ich hatte das Gefühl, mit einer alten
Freundin zusammen zu sitzen, welche erzählt, was sie alles erlebt hat, seit wir uns nicht mehr
gesehen haben. Ich lauschte sehr interessiert, fühlte mich sehr angesprochen und schätzte ihre
liebevolle und sanfte Art.
Später hatten wir die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Obwohl Marta mit Systemen und
Traditionen vertraut ist, welche befremdlich auf mich wirken (z.B. Reiki und Channeling), hat
sie auf mich ganz natürlich und „universal“ gewirkt.
Mit mir sprach sie wie ein liebevoller
Jnani (wenn ich die „Unterschiede“ beschreiben darf) über Atmavichara, mit dem Nächsten
über christliche Themen, mit wieder anderen über Kinder etc. Immer ging sie fließend, ohne
Unterbrechung zum Nächsten über und widmete sich dabei jedem voll und ganz. Sie ist auf
jeden ganz individuell eingegangen mit ihren einfachen und klaren Antworten und steuerte
uns dabei alle in die gleiche Richtung: zu uns SELBST.
Auch hat mich angesprochen, dass Marta betont, wir sollten keinem Meister gehorchen, außer
uns selbst! Nicht Marta und auch nicht der Glaube an Marta bringt uns weiter, sondern das
Vertrauen in uns, in das Sein. Wir sollen uns von dieser Kraft führen lassen. Sie führt jeden
auf seine Weise zum selben Ziel: zu uns Selbst!
Alles ist Bewusstsein. Es gibt nichts als Bewusstsein. Manchmal klingen diese Erklärungen
etwas abgedroschen. Advaita und Jnana sind schon erstaunlich: es besteht die Gefahr, in den
Überzeugungen und Theorien zu erstarren und jeder hält sich dann für einen Jnani - vor allem,
wenn die Liebe fehlt. Aber die Erfahrung und das Leben von DEM, ist etwas ganz anderes.
Bei Marta kamen mir diese Erklärungen ganz selbstverständlich vor und sehr lebendig.
Am nächsten Tag lief im Grunde genommen das Gleiche ab. Mir gefiel ihre Arbeitsmethode,
wie sie uns in unsere Emotionen hinein führte und den Verstand zum Anhalten brachte. Man
kam mit einem Problem und einer dazu gehörigen Geschichte. Mit Martas Hilfe erkannte man
die sich dahinter verbergende Emotion. Diese wurde akzeptiert und angenommen. Fertig.
Schon waren wir in unserem Herzen.
Und in dieser süßen Stille ging es so einfach – und die Traurigkeit hat sich in die Fülle
verwandelt und die Fülle hat sich als Liebe geäußert und die Liebe kann man sehr einfach
annehmen und dann – nichts. STILLE. Spitzenfeinheit. NICHTS. Als ob ich eine
zentnerschwere Last abgeworfen hätte. :-) Es wurde mir bewusst, wie die Methode des
unvoreingenommenen Betrachtens an der eigentlichen Auflösung der Probleme vorbeigehen
kann. Die Methode des Annehmens ist universal. Sie bringt uns den Frieden.
Ich wusste, dass ich eine schöne, nahe Freundin treffen würde und das ist auch passiert. Sie
war voll von Liebe und Freundlichkeit, so menschlich... und das hat sie auch immer wieder
betont: das Mensch-Sein. Und vor allem die Atmosphäre voll von dieser Stille hat bis heute
überdauert.
Und als wir uns verabschiedet haben, sagte Marta etwas in dem Sinne:„Wenn Ihr
nicht mehr weiter wisst, dann erinnert Euch an Marta als Euer eigenes Selbst, Euer eigenes
Bewußtsein, Euer eigenes ICH.“ In diesem Moment war mir, als ob die Zeit stehen geblieben
wäre. Keine Zeit, keine Autos, keine Geräusche. Und wir standen da wie die Tölpel und
dachten, wir werden gleich losheulen, vor dieser ganzen Schönheit.
Und sie lächelte uns an
und suchte eine Weile nach ihrem Autoschlüssel - sie war so süß, so menschlich - und dann
fuhr sie weg.
Ich bin sehr froh, Marta getroffen zu haben. Ich nehme sie als eine nahe, sehr nahe Freundin
wahr. Ich weiß, dass ich mich jederzeit an sie wenden kann, wenn ich sie brauchen sollte. Und
ich weiß, wenn ich mich an sie wende, dann wird sich durch ihre Präsenz meine
Aufmerksamkeit wieder nach innen richten, in mein Innerstes, zur Quelle. Und ich weiß, dass
sie sich jederzeit an mich wenden kann, ich werde ihr gerne helfen, wenn ich dazu in der Lage
bin.
Die Frage der Meisterschaft und Schülerschaft hat sich niemals gestellt. Die Frage, ob Marta
erleuchtet ist oder nicht, ist niemals entstanden. Für mich war das ein menschlich
wunderschönes Treffen.
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